Druckdaten richtig anlegen – Hinweise für druckfähige Dateien
Druckfertige (und druckfähige) Daten sind eine Grundvoraussetzung für eine pünktliche Lieferung und damit für Deine Zufriedenheit. Stelle darum bitte sicher, daß die Druckdaten korrekt angelegt sind und auch zeitnah bei uns eintreffen. Der in der Bestellbestätigung genannte voraussichtliche Versandtermin gilt nur, wenn die Druckdaten "sofort" vorliegen und die Zahlung bei uns gebucht wurde.
Nach dem Klick auf "Jetzt bestellen"kannst du wählen, ob die Daten JETZT oder SPÄTER hochgeladen werden sollen. In beiden Fällen kannst du auch gleich mehrere Dateien in einem Rutsch hochladen, danach ist der Upload gesperrt und muss vom Service neu freigeschaltet werden.
Du kannst Deine Daten auch per eMail an info@digitaldruckshop.de senden oder per Wetransfer bzw. mit einem anderen Cloudservice übertragen. Wichtig: In Deiner Bestellbestätigung findest Du eine Bestellnummer, anhand der wir Deine Daten zuordnen können. Bitte teile uns diese Bestellnummer bei jeder Datenübertragung mit.
Beachte bitte diese Hinweise zum Anlegen der Druckdaten
Farbmodus
Beispiel für Photoshop
Lege Deine Druckdaten immer im Farbmodus CMYK mit 8 Bit Farbtiefe an (wir nutzen das ICC-Profil "ISO Coated v2 (ECI)").
Prinzipiell können wir natürlich auch RGB-Daten verarbeiten, oft erhält man mit korrekt angelegten RGB-Daten auch ein sehr gutes Druckergebnis. Um das zu erreichen, müssen aber viele Faktoren berücksichtigt werden, die den Rahmen dieser FAQ sprengen würden. Kurz gesagt: In RGB können viele nicht druckbare Farben am Monitor dargestellt werden. Das Druckbild unterscheidet sich dann je nach Farbe deutlich von Deinem Bild am Monitor. Wenn Du die Daten von Beginn an in CMYK anlegst, erhältst Du schon eine gute Vorschau, wie Dein Druck in Realität aussehen wird.
8 Bit Farbtiefe sind vollkommen ausreichend, der Dynamikumfang von 16-Bit-Bildern kann von Druckmaschinen nicht wiedergegeben werden.
Sonderfarben / Spotfarben / RAL / HKS / Pantone
Sonderfarben / Spotfarben / Farbfächer (RAL, HKS, Pantone) sind prinzipbedingt nicht zu 100% im Digitaldruck reproduzierbar, sie werden bestmöglich an den Farbton angepaßt.
Wenn die Sonderfarbe für Deinen Auftrag wichtig ist, fordere besser vorher einen (kostenpflichtigen) Musterdruck auf dem gewünschten Material an. Anderenfalls können wir keine Garantie für eine korrekte Farbwiedergabe übernehmen.
Schriften
Wandle Schriften bitte in Pfade um. Ansonsten kann es während der Produktion zu Fehlern in der Textdarstellung kommen (Zeichenfehler, Zeilenumbrüche etc.), für die wir keine Haftung übernehmen können.
Maßstab
Lege Deine Druckdatei immer in einem Maßstab von 1:1 oder 1:10 an.
Auflösung / Pixelmaße
Bei im Maßstab 1:1 angelegten Daten ist eine Auflösung von 100 ppi völlig ausreichend. Schriften und feine Linien werden mit dieser Bildauflösung scharf dargestellt. Wenn Du die Druckdatei im Maßstab 1:10 anlegst, verwende dementsprechend 1000 ppi statt 100 ppi.
Vermeide zu hohe Auflösungen. Werte über 100 ppi (bei 1:1) ergeben keine bessere Druckqualität und liefern nur unnötig große Dateien.
Als Faustregel kann man die Kantenlänge des Produktes in mm mit 4 multiplizieren und erhält dann die nötige Bildgröße in Pixeln.
Ausnahme 1: Bei größerem Betrachtungsabstand (z.B. bei Gerüstbannern) kann das Auge auch bei geringeren Auflösungen keinen Qualitätsunterschied mehr feststellen, dann reichen auch z.B. 75 ppi, 60 ppi oder sogar weniger. (75 ppi entspricht einem Multiplikator von 3).
Ausnahme 2: Auf grob strukturiertem Material (z.B. bei PVC-Mesh, Dynamesh oder Fahnenstoff) ist technisch bedingt gar keine hohe Auflösung druckbar. In dem Fall reichen auch 75 ppi oder 50 ppi. (75 ppi entspricht einem Multiplikator von 3).
Du kannst folgendes tun, um die Bildschärfe grob zu beurteilen: Stelle einen repräsentativen Teil des Bildes in Originalgröße auf Deinem Monitor dar und sieh Dir das Bild aus der Entfernung an, in der es normalerweise gesehen würde. Wenn es dann für Dich scharf erscheint, dann wird auch der Druck aus dieser Entfernung scharf aussehen. Aus der Nähe betrachtet werden natürlich trotzdem teils deutliche Unschärfen sichtbar sein.
Dateiformat
Wir verarbeiten alle gängigen Grafikformate, bevorzugt PDF, TIF, PSD, AI, JPG.
Da viele Dateiformate sowohl Pixel- als auch Vektordaten enthalten können, ist das Dateiformat allein kein Garant für ausreichende Qualität oder die Art der enthaltenen Daten.
Wenn Du Deine Daten in verlustbehafteten Formaten speicherst (JPG, z.T. TIF & PDF), kontrolliere die erzeugte Datei nach dem Speichern noch einmal auf die erzielte Qualität. So vermeidest Du Zeitverzögerungen, wenn Fehler erst bei unserer Datenprüfung gefunden werden.
JPEG
JPEG liefert die kleinsten Dateien bei vergleichsweise guter Qualität, vorausgesetzt, man nutzt die korrekten Einstellungen.
Aus Photoshop kann man z.B. eine Stufe von 1-12 einstellen, Stufe 9 oder 10 ist OK. Andere Software arbeitet nicht mit solchen Stufen, sondern mit Qualität in %. Wähle dort mindestens 60-80%.
PDF ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, allerdings sind hier die korrekten Einstellungen zum Export extrem wichtig. Falls Deine Software Joboption-Dateien unterstützt, kannst Du diese Joboptions nutzen.
TIF
TIF kannst Du ebenfalls nutzen. Achte auf die korrekten Einstellungen:
- Auf eine Ebene reduzieren
- Komprimierung LZW oder ZIP
Office-Dateien
Dateien aus Office-Anwendungen (Word, Excel, Powerpoint, Publisher etc.) sind grundsätzlich nicht druckfähig und werden von uns nicht als Druckdaten angenommen.
Da dies "offene Dateien" sind, kann sich z.B. das Schriftlayout von Computer zu Computer unterscheiden, eingebettete Bilder könnten in minderer Qualität gespeichert werden etc.
Speichere aus den genannten Programmen Deine Daten als PDF. Das kann zumindest als Ansichtsvorlage dienen, auf deren Basis wir im (kostenpflichtigen) Gestaltungsservice eine Druckvorlage erstellen können.
WhatsApp / Telegram / E-Mail
Bilder, die einmal als Foto mit einem Messenger wie WhatsApp oder Telegram versendet wurden, sind in der Regel für den großformatigen Druck nicht mehr verwendbar bzw. nur als kleine Bildchen zu nutzen.
Diese Messenger zerstören die Qualität bei der Übertragung als Foto.
Auch Outlook und AppleMail bieten eine Funktion zur automatischen Verkleinerung von Bildern, wenn diese in den Text einer Mail eingefügt werden. Dabei wird die Qualität ebenfalls deutlich reduziert.
Verhindern kannst Du dies, indem Du bei WhatsApp die Datei nicht als Bild, sondern als "Dokument" versendest. Bei Outlook oder AppleMail füge das Bild nicht in den Text ein, sondern sende es als Anhang.